Fotocredit: Matthias Leitzke.
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Das R in I.D. R Pikes Peak

1.000 Besucher fieberten am Sonntag, 24. Juni, beim Public Viewing in der Autostadt mit und erlebten live den Rekord des Volkswagen I.D. R Pikes Peak. Neben Dr. Frank Welsch, Thomas Ulbrich und Jochi Kleint war auch Jost Capito, Geschäftsführer von Volkswagen R, vor Ort und hat Fragen von Sportmoderatorin Maren Braun beantwortet.

Maren Braun: Volkswagen R ist das Bindeglied zwischen Motorsport und den sportlichen Serienmodellen und so ist das Thema Elektromobilität auch für Euch gerade ganz groß. Dieser Erfolg heute ist auch ein Erfolg für Dein Team und das R nicht umsonst in diesem Namen: I.D. R Pikes Peak. Was bedeutet der Erfolg heute für Volkswagen R?

Jost Capito: Die Elektromobilität wird auch vor den zukünftigen R Modellen und Performance Fahrzeugen nicht Halt machen und wir bereiten uns darauf vor. Volkswagen geht in eine Entwicklung in der die Kapazität der Batterien und somit die Reichweite des Fahrzeugs eine große Rolle spielt. Im Motorsport ist das anders, da muss wirklich die Performance stimmen. Unsere R Ingenieure arbeiten sehr eng mit den Ingenieuren von Volkswagen Motorsport zusammen, denn wir sind darauf angewiesen, dass wir die Technologie, die aus dem Motorsport kommt, in Zukunft für unsere Performance Fahrzeuge weiterentwickeln.

Wenn man sieht, dass die Elektromobilität für den Volkswagen Motorsport neu war und die Geschwindigkeit der Erkenntnisse und des Know-How-Gewinns in den sieben Monaten absolut gigantisch war, dann kommt uns das bei den R Modellen sehr zu Gute. Ohne diese Entwicklung wäre es in Zukunft auch nicht möglich R Elektromodelle auf den Markt zu bringen, die auch der Konkurrenz überlegen sind. Daher ist der Motorsport so wichtig für uns.

Maren Braun: Das unterstreicht, dass der Motorsport als Erkenntnis- und Technologielieferant ganz wegweisend für die Entwicklung der Straßenfahrzeuge ist und ihr sehr wertvolle Erkenntnisse daraus zieht.

Jost Capito: Ganz genau. Wenn man ein paar Jahrzehnte zurückdenkt, da war der Motorsport Treiber der Technologie für Verbrennungsmotoren, sei es der 4-Ventiler oder die Direkteinspritzung, die Turbomotoren ebenfalls. Ich glaube, dass die Elektrotechnologie jetzt an einem Punkt ist, an dem wieder eine sehr schnelle Entwicklung notwendig ist.

Wenn man an Pikes Peak teilnimmt, hat man das Ziel klar vor Augen. Und mit sieben Monaten Vorlaufzeit sind Verschiebungen keine Option: Wer am Tag des Rennens nicht am Start steht, ist nicht dabei. Ich glaube, dass bei der E-Mobilität der Motorsport wieder sehr viel zu der Entwicklung beiträgt und sie beschleunigen kann. Und der Automobilhersteller, der hier am schnellsten ist, wird in Zukunft die Nase vorne haben und daher ist das Pikes Peak Projekt für uns so wichtig.